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„Etwas auf den Weg gebracht, das einzigartig ist“

Die Volksbank Hellweg eG belohnt soziales Engagement mit 15.000 Euro bei „Sozialgenial“

Volles Haus im Bürgerzentrum Alter Schlachthof. Kein Platz war frei drinnen im Großen Saal. Und draußen vor der Tür pulsierte das Leben ebenfalls, das Schülerleben. Zum 4. Mal hatte die Volksbank Hellweg zur Abschlussveranstaltung der Aktion „Sozialgenial“ eingeladen. Mit einer Rekordbeteiligung von 18 Schulen aus Soest, Werl, Warstein und Möhnesee sprengten über 140 Schülerinnen und Schülern und ihre Lehrerinnen und Lehrern mit ihrer Anwesenheit fast den Rahmen. Soests Bürgermeister Marcus Schiffer, selbst bis zum vergangenen Jahr als Schulleiter täglich in Kontakt zu jungen Leuten, war über den spürbaren Elan begeistert. „Das ist für mich wie nach Hause kommen“, sagte er und folgte gern der Einladung des Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Hellweg eG Bernd Wesselbaum auf die Bühne, der begeistert war. „Das Bild ist überragend. Toll, dass wir so eine Resonanz finden,“ sagte der Volksbank-Chef und stellte außer Frage, dass die 15.000 Euro, die die Volksbank Hellweg eG im vierten Jahr zur Verfügung stellte, bestens angelegt sind. Denn es gehe darum, den jungen Leuten den hohen Wert des sozialen Engagements zu vermitteln. Vor allem, dass dies allen Beteiligten Freude bereite. Der Slogan „Was kannst Du gut, was anderen nützt?“ bringe die Initiative, an der sich in ganz Deutschland 1100 Schulen beteiligen, auf den Punkt. Weil im Geschäftsgebiet der Volksbank Hellweg nahezu alle Schulen mitmachen, waren an diesem Vormittag sogar Vertreter der „Stiftung Aktive Bürgerschaft“ aus Berlin nach Soest gekommen – Geschäftsführer Dr. Stefan Nährlich sowie Programm-Leiterin Caroline Deilmann – um zu schauen, wie eine solche bundesweit einmalige Mobilisierung gelingen kann. Gleiches galt für Birgit Berendes, „Sozialgenial“-Regionalmanagerin für die Hellwegregion.

Nachdem die fünfköpfige Schülerband des Aldegrevergymnasiums für ihr „Fly to the moon“ kräftig Beifall erhalten hatte, wandte sich Soests Bürgermeister direkt an die jungen Leute. „Ihr Schülerinnen und Schüler habt etwas auf den Weg gebracht, das einzigartig ist“, sagte er zu den 19 Projekten, die an diesem Vormittag kreativ vorgestellt wurden. Er griff den Titel des Musikstücks auf: „Wir können nur zum Mond fliegen, wenn wir Ziele gemeinsam umsetzen. Und Ihr bildet die Energie und den Antrieb!“

Auf der Bühne wurden im Anschluss eine kleine Auswahl von Projekten vorgestellt. So etwa das im Rahmen von „Sozialgenial“ durchgeführte Benefizkonzert am 29. Mai 2026 als Kommunen-übergreifendes Gemeinschaftsprojekt von Aldegrevergymnasium Soest und Möhneseeschule Körbecke zu Gunsten des „Sommerland“, einer Diakonie-Trauergruppe für Jugendliche. In der Aula des Soester Gymnasium konzertierten die Youth Brass Band (YBB) NRW sowie das Jazz-Sextett „Bbrew“.

Als beteiligte Lehrkräfte schilderten Christof Steinbüchel und Sabine Schoo, wie gut die Zusammenarbeit der mehr als 30 beteiligten Schülerinnen und Schüler geklappt hatte.

Die Planung und Organisation, insbesondere die Kommunikation, sei gemeinsam organisiert worden, erklärten sie. „Spannend ist für die Schülerinnen und Schüler die Generalprobe der YBB gewesen“, so der Alde-Lehrer. Für die Schüler sei die Erfahrung wichtig gewesen, dass man etwas Soziales bewirken kann. Steinbüchel freute sich, die Spendenhöhe von 1001 Euro bekannt geben zu können.

Für das Mariengymnasium Werl stellte Rabea Braun das „Lesecafé“ vor. „Wir sind zum Beispiel zur Buchhandlung gegangen und dann kam eine Autorin zu uns“, schilderte sie. „Das war toll.“ Zwar sei es kein richtiges Café, aber sie träfen sich einmal in der Woche donnerstags in der achten Stunde. „Wir wollen jetzt noch gern eine Lesung im Altenheim oder Kindergarten machen.“ Im Anschluss luden sie bei der Projektvorstellung auf dem „Markt der Möglichkeiten“ dazu ein, Lesezeichen zu basteln und Buchempfehlungen zu schreiben.

Um Nachhaltigkeit ging es beim Projekt der „Weltverbesserer“ des Conrad von Soest Gymnasiums. Zwei Schülerinnen erläuterten, wie sie an der Georg-Grundschule im Rahmen einer AG mit den Grundschülerinnen und Grundschülern T-Shirts upgecycelt oder eine „Friedensbrücke“ gebaut hatten.

Noch mehr Projekte gab es im Anschluss vor der Tür des großen Saals zu bestaunen. Das begeisterte auch Grünen-Landtagsabgeordnete Dagmar Hanses, die als einstige Leiterin eines Jugendtreffs Jugendarbeits-erfahren ist. Sie ließ es sich nicht nehmen, den Parcours der ausgestellten Projekte zu durchlaufen und dabei mit den jungen Leuten, die ihre Aktionen vorstellten, ins Gespräch zu kommen. Dabei war die Vielfalt enorm: Ob Rollstuhlparcours, Ersthelfer-Ausbildung, Catering-Schülerfirma, Talentförderung, Kostüm-Fotoshooting, Demenz-Seniorenunterstützung oder Gewaltprävention.

Angesichts der hervorragenden Ergebnisse und der enormen Resonanz bei den Schulen kündigte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Bernd Wesselbaum an, auch im nächsten Jahr 15.000 Euro bereit zu stellen und die Präsentation nach dem großen Erfolg erneut an einem Vormittag vor den Sommerferien durchzuführen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei wieder auf Kommunen-übergreifende Gemeinschaftsprojekte liegen. Geld gibt es für Einzelprojekte und für drei schulübergreifende Gemeinschaftsprojekte, bei denen sich mindestens zwei Schulen, im Idealfall sogar aus verschiedenen Kommunen, zusammentun. Das war bislang einmalig bei „Sozialgenial“, wobei die Vergangenheit gezeigt hat, dass Schulen im Kreis Soest das gut können. Zum dritten Mal beträgt die von der Volksbank bereit gestellte Fördersumme für das kommende Schuljahr 15.000 Euro.

Bilder der Veranstaltung

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